Corporate Blogs sind heutzutage eine feste Größe im Online Marketing. Aber auf was kommt es genau an, wenn ein Blog erfolgreich sein soll? Unsere 15 Corporate Blog Erfolgsfaktoren zeigen dir, worauf du achten solltest.

Die Onlinewelt verändert sich stetig und rasant. Hat ein Blog, bzw. Weblog (Wortkreuzung aus „Web“ und „Log“ für Logbuch bzw. Tagebuch) vor einigen Jahren noch wenig Bedeutung für Unternehmen gehabt, so gehört er heute zu den wichtigsten Kommunikationskanälen – gerade auch vor dem Hintergrund der zunehmenden Bedeutung des Content Marketings. Corporate Blogs bieten zahlreiche Möglichkeiten, Marketing und Vertrieb zu unterstützen. So können Unternehmen Produkte oder Dienstleistungen vorstellen, Branchentrends diskutieren, Fachwissen teilen und eine engere Beziehung zu Kund:innen und Interessent:innen aufbauen. Durch regelmäßige Veröffentlichungen können Themen besetzt und den User:innen nützliche Informationen bereitgestellt werden. Darüber hinaus können Diskussionsprozesse angeregt und die eigene Expertise aufgezeigt werden. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist, dass Blogbeiträge für die Suchmaschinenoptimierung (SEO) eine wichtige Rolle spielen: Durch die Integration relevanter Keywords und die Verlinkung zu anderen relevanten Inhalten verbessert ein gut gepflegter Blog die Online-Sichtbarkeit des Unternehmens: bestehende Kunden werden gebunden, potenzielle Kunden angesprochen und das Markenimage gestärkt.

Besser nicht ohne Konzeption

Die Inhalte eines Corporate Blogs können vielfältig sein: Unternehmensnachrichten, Produktankündigungen, Innovationen, Whitepaper sowie Einblicke in die Branche und das Unternehmen. Wichtig ist, dass die Inhalte gut recherchiert und so ansprechend präsentiert werden, dass sie das Interesse der Leser:innen wecken und ihnen einen Mehrwert bieten. Als vertrauenswürdige authentische Informationsquelle kann der Corporate Blog dazu dienen, Vertrauen zu gewinnen und langfristige Beziehungen aufzubauen.

Doch vor der Umsetzung des Corporate Blogs steht wie bei jeder anderen Marketing-Maßnahme die Konzeption. Dabei sollten einige Aspekte beachtet werden.

Unsere 15 Corporate Blog Erfolgsfaktoren

Im Folgenden haben wir nützliche Praxis-Tipps für einen erfolgreichen Corporate Blog zusammengestellt.

1. Ziele definieren

Da Unternehmen mit einem Corporate Blog verschiedene Ziele verfolgen können, ist es wichtig, sich im Vorfeld klar zu machen, wo der Schwerpunkt liegen soll. Soll es die erhöhte Reichweite sein, die Leadgenerierung, die Unterstützung des Markenbrandings, die Kundenbindung, der Aufbau von Glaubwürdigkeit oder die Positionierung als Experte? Entsprechend können die Inhalte variiert und ein professionelles Monitoring durchgeführt werden.

2. Zielgruppenanalyse durchführen

Wer soll angesprochen werden? Welche Themen sind für die Zielgruppe interessant? Nach welchen Artikel-Arten (Fachbeitrag, Interview, Ratgeber-Beitrag etc.) wird bevorzugt gesucht? Ohne eine Zielgruppenanalyse sind die Textbeiträge beliebig und richten sich quasi an alle und niemanden. Entsprechend erfolglos wird der Corporate Blog sein.

3. Verantwortlichkeiten festlegen

Ohne feste Verantwortlichkeiten wird ein Corporate Blog nur eine sehr überschaubare Lebensdauer haben. Und nicht nur das, auch die Qualität des Blogs nimmt deutlich zu, wenn die Zuständigkeiten an bestimmte Personen geknüpft sind.

4. Technikkonzept erstellen

Bei der Festlegung des Technikkonzepts geht es um folgende Fragestellungen: Welche Internetadresse wird für den Blog verwendet? Mit welcher Software (CMS) wird der Blog umgesetzt? Und wie wird der Blog in die Unternehmenswebsite integriert?

5. Inhaltliche Konzeption festlegen

Die Inhalte des Corporate Blogs ergeben sich u.a. aus den Antworten auf folgende Fragen: Welche Themen behandelt der Wettbewerb und hat sie bereits besetzt? Mit welchen Themen kann das Unternehmen als Experte glänzen? Welche persönliche Note passt zum Unternehmen und kann glaubwürdig transportiert werden?

6. Redaktionsplan erarbeiten

Die größte Herausforderung bei einem Corporate Blog besteht darin, ihn regelmäßig mit relevantem Content zu füllen und ihn somit nachhaltig am Leben zu erhalten. Dafür ist ein Redaktionsplan unabdingbar. Er benennt neben Themen auch Formate, Timings, Zuständigkeiten, Umfänge, Autoren, Fotografen, Interviewpartner und Keywords. Hinzu kommt der Status der einzelnen Aufgaben, der immer aktuell gehalten werden sollte.

7. Tonalität und Design festlegen

Die Tonalität und das Design des Blogs müssen aufeinander abgestimmt werden. Wenn beispielsweise die Tonalität eher locker ist (Duzen statt Siezen), sollte das durch ein modernes Erscheinungsbild unterstützt werden. Wobei die Tonalität nicht zuletzt von der Unternehmenskultur und der Corporate Identity abhängt.

8. Auf Mehrwert achten

Welche Themen und Inhalte für die Leser:innen unterhaltsam oder interessant und damit relevant sind, muss unabhängig vom persönlichen Geschmack der Redaktion entschieden werden. Um den Nerv der Leser:innen zu treffen, empfiehlt sich im Vorfeld eine Zielgruppenanalyse.

9. Falschinformationen vermeiden

Veröffentlichung von Texten mit falschen oder fraglichen Informationen werfen ein schlechtes Licht auf das Unternehmen. Deshalb gilt für Blogbeiträge das Gleiche, wie für alle anderen Veröffentlichungen: Sie müssen sorgfältig recherchiert werden. Quellenangaben erhöhen dabei die Glaubwürdigkeit.

10. Aufwand kalkulieren

Der Zeit- und Ressourcenaufwand für einen guten Corporate Blog ist nicht zu unterschätzen. Die Textbeiträge müssen gut geplant, sauber recherchiert und ansprechend geschrieben werden. Außerdem ist für den professionellen Betrieb technisches, inhaltliches und rechtliches Know-how nötig. Viele Unternehmen überfordert das. Deshalb greifen sie auf externe Hilfe zurück, was durchaus Sinn macht.

11. Werbung und PR vermeiden

Ein Blog ist nicht der richtige Ort für Werbetexte und Eigen-PR. Im Vordergrund hat immer der Nutzen für die Leser:innen zu stehen. Erlaubt ist hingegen die Verlinkung zu den Produkten und Leistungen des Unternehmens.

12. Kein Konkurrenten-Bashing

In einem Corporate Blog darf gerne auf die eigene Leistungsfähigkeit hingewiesen werden. An der ein oder anderen Stelle können auch Produktvergleiche stattfinden. Allerdings sollte niemals schlecht über den Wettbewerb gesprochen werden. Das würde äußerst unsouverän und peinlich wirken. Außerdem birgt dies die Gefahr von Abmahnungen.

13. Suchmaschinenoptimierung (SEO)

Ein regelmäßig bespielter Corporate Blog verbessert das Ranking der Unternehmenswebsite bei den Suchmaschinen merklich. Dennoch darf dieser Aspekt nicht der Hauptfokus der Texte sein. Ein Blog wendet sich in erster Linie an die Leser:innen und nicht an Google. Auf sich unnatürlich wiederholende Keywords und künstlich aufgebauschte Texte sollte deshalb verzichtet werden.

14. Achtung, Humor!

Natürlich dürfen Blogbeiträge mit einem Augenzwinkern geschrieben werden. Allerdings wird Humor sehr subjektiv wahrgenommen. Das gilt insbesondere, wenn es sich um Satire und Ironie handelt. Um Missverständnisse zu vermeiden, muss Humor von allen Leser:innen leicht zu erkennen sein.

15. Das Ende nachvollziehbar kommunizieren

Der letzte unserer Corporate Blog Erfolgsfaktoren: Einen Blog heimlich still und leise „einschlafen“ zu lassen, macht einen schlechten Eindruck. Da es aber immer Gründe dafür geben kann, einen Blog einzustellen – beispielsweise, wenn der Aufwand zu groß wird oder wenn der Fokus inzwischen auf anderen Medien liegt –, sollte das den User:innen vermittelt und erklärt werden.